Gangschulung

Ziel der Gangschulung ist das Erreichen, beziehungsweise Erhalten eines physiologisch harmonischen Gangbildes oder das Vermeiden sekundärer Erkrankungen, welche aufgrund von abnormen Bewegungsmustern auftreten können.
Der Gangschulung kann eine genaue Ganganalyse vorausgehen, bei der sowohl Fußstellung, -belastung, Abrollbewegungen, Schrittlängen und Rhythmus, die Stellung von Knie, Hüfte, Becken, Rumpf, Schultern, Ellenbogen, Armschwung und Muskelfunktion untersucht werden.
Überblick: Gangformen und Übungen, Treppensteigen im Drei-Punkte-Gang, Aufstehen, Hinsetzen.

Gangformen und Übungen
Unbelasteter Drei-Punkegang: Das betroffene Bein wird mit Bodenkontakt zwischen Gehstützen gestellt. Dabei kann zuerst nur die Sohle sanft aufgesetzt werden, später das Bein bis zur Eigenschwere (zirka 15 Kilogramm) belastet werden.
Teilbelasteter Drei-Punktegang: Die Belastung wird langsam über die Eigenschwere des Beines hinaus angehoben.
Vier-Punkte-Gang: Dabei werden die Gehstützen nacheinander nach vorne gestellt und das vis-a-vis liegende Bein nachgestellt (also rechte Stütze dann linkes Bein und umgekehrt). Für den Vier-Punkte-Gang soll das verletzte Bein schon wieder bis zur Hälfte des Körpergewichtes tragen dürfen.
Zwei-Punkte-Gang: Dabei wird eine Gehstütze und das vis-a-vis liegende Bein gleichzeitig nach vorne gesetzt (also rechte Stütze und zugleich linkes Bein und umgekehrt). Der Zwei-Punkte-Gang ermöglicht ein flüssigeres Gangbild.
Kreuzgang mit einer Stütze: Die Stütze kommt auf die nichtbetroffene Seite und wird immer gleichzeitig mit dem betroffenen Bein nach vorne bewegt.

Treppensteigen im Drei-Punkte-Gang:
Als Faustregel gilt: "Gesund geht´s aufwärts, krank abwärts". Das heißt, beim Hinaufgehen wird immer das gesunde Bein vorgesetzt, beim Heruntergehen das kranke Bein.
Hinauf: Das gesunde Bein geht voran, beide Stützen (oder eine Stütze und eine Hand am Geländer) und betroffenes Bein werden auf die gleiche Stufe nachgeholt oder alternierend eine Stufe hochgesetzt.

Hinunter: Beide Stützen (oder eine Stütze und eine Hand am Geländer) und betroffenes Bein gehen voran, das gesunde Bein wird auf die gleiche Stufe nachgeholt oder geht alternierend eine Stufe weiter. Der Therapeut sollte beim Heruntergehen immer seitwärts zum Patienten stehen, damit er ihm gegebenenfalls helfen kann.

Aufstehen von einem Stuhl:
Anfangs sind Armlehnen günstig. Mit weit nach vorn verlagertem Oberkörper vom Stuhl hochstützen und nacheinander die beiden Gehstützen ergreifen.

Hinsetzen auf einen Stuhl:
Anfangs sind Armlehnen günstig. Sich zum Stuhl hindrehen und mit den Stützen soweit zurück gehen, dass mit beiden Beinen der Sitz berührt wird. Nacheinander die Stützen
weglegen, gegebenenfalls die Armlehnen fassen und sich mit weit nach vorn geneigtem Oberkörper hinsetzen.

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